


Ein kleiner Kasten mit großer Wirkung: Die Pfarrei Maria Hilf hat an der Nordseite des Kirchengebäudes einen öffentlich zugänglichen Defibrillator installiert. Was im Notfall entscheidende Minuten gewinnen kann, wurde am vergangenen Pfingstsonntag feierlich eingeweiht.Nach dem Ende des Festgottesdienstes versammelten sich Gemeindemitglieder und Verantwortliche, um das neue Gerät offiziell in Betrieb zu nehmen. Dass der Defibrillator nun rund um die Uhr für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich ist, ist einer großzügigen Unterstützung zu verdanken: Herrmann Mayer von der Firma „Medi Pro“ spendete den speziellen Außenwandkasten. Durch diese wetterfeste und sichere Unterbringung ist das Gerät 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche einsatzbereit.
Engagierte Initiative der Kirchenverwaltung
Pfarrer Victor Roger Nkou Fils zeigte sich bei der Einweihung sichtlich erfreut über den Einsatz seines Gremiums. „Ich bin stolz, dass wir so eine Anschaffung tätigen konnten, denn ein Defibrillator kann im Ernstfall Leben retten“, betonte der Pfarrer und lobte das Engagement seiner Kirchenverwaltung.
Auch Constantin Weber, Medizinstudent und Mitglied der Kirchenverwaltung, sieht in der Anschaffung einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Sicherheit: „Die Installation des AEDs ist ein absoluter Gewinn für unsere Gemeinde. Im Falle eines Herz-Kreislauf-Stillstands zählt jede Sekunde – die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes lässt sich durch eine frühe Defibrillation entscheidend überbrücken.“
Schnelle Hilfe im Notfall
Bei dem Gerät der Pfarrei handelt es sich um einen sogenannten „Halbautomaten“. Das bedeutet, dass der Defibrillator den Herzrhythmus des Patienten eigenständig analysiert und das Gerät den Anwender nur dann zur Schockabgabe auffordert, wenn dies medizinisch sinnvoll ist. Dies nimmt dem Ersthelfer die Angst, etwas falsch zu machen, und führt ihn sicher durch den Prozess der Wiederbelebung.
Das Gerät wurde bereits bei der Plattform „Region der Lebensretter“ registriert. Damit ist sichergestellt, dass qualifizierte Ersthelfer im Notfall über das System alarmiert und zum Standort des Geräts geleitet werden können. Die Pfarrei Maria Hilf setzt damit ein starkes Zeichen für Nächstenliebe und gesellschaftliche Verantwortung in Krumbach.
