
Anfang Februar gab es im Krumbacher Haus St. Michael zum ersten Mal die „Ulrichssuppe“: Gemeinsam Essen, miteinander Reden und auch spirituell gestärkt werden – das war die Idee dieses Angebots. Ausgedacht hatte es der Arbeitskreis „Caritatives“ der Krumbacher Pfarreien St. Michael und Maria Hilf. Inspiriert ist es vom heiligen Ulrich: Auf seinen Reisen achtete er immer darauf, dass alle Menschen etwas zu essen hatten. Und so konnten auch die Gäste der Ulrichssuppe das Essen, menschliche Wärme und gute Gespräche genießen.
Für dieses Engagement sind nun insgesamt 27 Pfarreien, Verbände, Schulen oder Einrichtungen mit der Laudato si-Plakette des Bistums Augsburg ausgezeichnet worden, darunter auch unsere beiden Pfarreien Maria Hilf und St. Michael.
Die Plakette wurde bei einer Feierstunde im Augsburger Umweltzentrum an die prämierten Gruppen verliehen. Das bunt gestaltete Metallschild soll als Signet für das geleistete Engagement an Türen, Eingängen oder Foyers der jeweiligen Einrichtungen Platz finden.
„Es freut mich sehr, dass ich die Ehre habe, Ihnen die Plakette zu überreichen. Ich bin überrascht, wieviel Engagement es in unserem Bistum in diesem Bereich gibt“, richtete sich Christian Öxler, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Seelsorge im Bistum Augsburg, in seiner Begrüßung an die zahlreich engagierten Frauen und Männer. „Mit Ihren Projekten greifen Sie an, gehen voran und zeigen anderen Menschen wie es geht. Das ich finde ich sehr beachtlich. Danke, dass Sie aktiv sind und Ihre Zeit zur Verfügung stellen, um Probleme anzugehen.“
Die Verleihung der Plakette ist mittlerweile schon fast zu einer kleinen Tradition geworden, denn bereits seit 2022 würdigt sie Initiativen und Projekte, die sich für den Erhalt einer lebenswerten Umwelt einsetzen und Verantwortung für das soziale Miteinander zeigen. Ideen- und Namensgeber der Plakette war die gleichnamige Enzyklika von Papst Franziskus aus dem Jahr 2015 und das fünf Jahre später vom Vatikan ausgerufene Laudato si-Jahr. Als sichtbares Zeichen an Hauseingängen oder Foyers soll die Plakette die Anliegen des Papstes in die Fläche des Bistums tragen. Sie soll zudem der Vernetzung und dem Austausch über gemeinsame Anliegen dienen.
„Ich freue mich, dass wir auch dieses Jahr wieder viele Projekte mit der Plakette auszeichnen dürfen. Die Anliegen von Papst Franziskus und seiner Enzyklika Laudato si‘ werden bei uns im Bistum auf sehr vielfältige Weise aufgegriffen. Und das finde ich super“, zeigte sich Karl-Georg Michel, Umweltbeauftragter im Bistum Augsburg, bei der Feierstunde dankbar für das breitgefächerte Tun in den unterschiedlichen diözesanen Einrichtungen. „Sehr beeindruckt bin ich auch von der großen Freude und Dankbarkeit unserer Gäste jetzt bei der Überreichung. Sie verstehen die Plakette als Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung für ihr Engagement. Und genau das soll die Plakette ja auch sein!“
Die Verleihung, die im gemütlichen Rahmen bei Kaffee und Kuchen stattfand, wurde in sieben Themenblöcke aufgeteilt. Sie alle griffen unterschiedliche Aspekte und Anliegen der Enzyklika auf. So wurden Aktionen geehrt, die in ihren Projekten den „Hilferuf der Erde“ und der „Armen“ wahrnahmen, sich um einen nachhaltigen Lebensstil bemühten, sich einer ökologischen Ökonomie, Bildung und Spiritualität widmeten oder die Resilienz und Stärkung der Gemeinschaft in den Vordergrund rückten.
Vor der Verleihung hatten die Gäste noch Gelegenheit, näheres über das Augsburger Umweltzentrum zu erfahren. Das Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zum Botanischen Garten ist vor wenigen Jahren großenteils aus Lehm gebaut worden. Bei einem Kurzvortrag sprach Norbert Pantel, Referent am Umweltbildungszentrum, über das Thema „nachhaltiges Bauen“ am Beispiel des Bauwerks.
