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1.1.4       Die gotische Vorgängerkirche

Das Aussehen der um 1200 aus Stein erbauten alten Kirche Edenhausens ist nicht eindeutig geklärt, obwohl sie erst 1735 abgebrochen wurde. Die einzige grafische Abbildung der alten Edenhauser Kirche stammt aus einer Landkarte, der sogenannten Rauch’schen Landtafel der Markgrafschaft Burgau aus dem Jahr 1613, 5 Jahre vor dem Beginn des 30 jährigen Krieges. In diese Landkarte sind die Ortschaften Attenhausen und Edenhausen bildlich mit ihren Kirchen ein­gezeichnet. Im Gegensatz zu modernen Landkarten, bei denen Norden immer oben liegt, war diese Karte eine Betrachtung von Osten (unten) nach Westen (oben). Die Lage der umliegenden Dörfer ist wirklichkeitsnah eingezeichnet. In der Karte wurde die südlich gelegene Ortschaft als Attenhausen, die nördlich gelegene als Edenhausen bezeichnet. Im Gegensatz zu Attenhausen ist aber aus Edenhausen bekannt, dass bereits sehr früh Häuser östlich der Hasel angelegt wurden. Dies erfolgte in Attenhausen erst in jüngerer Zeit. Die Wahrscheinlichkeit, dass die eingezeichneten Ortschaften richtig gezeichnet waren, aber nur die Ortsnamen vertauscht wurden, ist deshalb sehr groß. Infolgedessen ist davon auszugehen, dass die in der Karte als Attenhausen be­zeichnete Ortschaft in Wirklichkeit Edenhausen ist und umgekehrt. Somit kann angenommen werden, dass die Vorgängerkirche von Edenhausen keinen Spitz­turm, sondern ein Satteldach  ähnlich St. Leonhard in Billenhausen hatte. Unver­kennbar sind die Spitzbogenfenster des Chores, so dass der Baustil als eindeutig gotisch erkannt wird. Dieser Baustil passt auch in die Zeit um 1200.

Bernhard Glöckle




Die gotische Vorgängerkirche wurde um 1200 erbaut und 1735 abgebrochen